Wasserrettungsdienst

Nach dem Schiffsunglück von Binz auf Rügen am 28.07.1912 war die logische und notwendige Konsequenz die Gründung der DLRG am 19.10.1913. Man hatte es als beschämend empfunden, dass am Tag der Tragödie kaum ein Mensch in der Lage gewesen war, andere aus dem Wasser zu retten oder Erste Hilfe zu leisten und hat es sich folglich mit Gründung der DLRG zur Aufgabe gemacht, den Ertrinkungstod zu bekämpfen und das nicht nur mittels präventiver Maßnahmen, wie Aufklärung und Schwimmausbildung, sondern auch und vor allem dadurch, Rettungsschwimmen zu lehren. Schnell wurde hingegen klar, dass alleine die Ausbildung von Schwimmern und Rettungsschwimmern nicht ausreichen konnte, um das selbst gesteckte Ziel zu erreichen. Man erkannte die Notwendigkeit Tag und Nacht Einsatzeinheiten zur Verfügung zu haben, die im Bedarfsfall schnelle und kompetente Hilfe leisten können; der Wasserrettungsdienst war geboren. 

 

Seitdem bewachen Rettungsschwimmer der DLRG (Bade-) Gewässer in ganz Deutschland, sichern Veranstaltungen am und im Wasser ab oder unterstützen Feuerwehren und Rettungsdienst bei Wassernotfällen jeglicher Art. Dies tun sie nicht nur ganzjährig zu jeder Tages- und Nachtzeit, sondern auch ehrenamtlich. Insbesondere der Arbeit der DLRG ist es zu verdanken, dass die Zahl der Ertrinkungstoten von mehreren tausend jährlich auf zuletzt unter 400 gesunken ist.

Die DLRG Montabaur e.V. übernimmt teilweise den Wachdienst in den Schwimmbädern Montabaur und Wirges und unterstützt seit 2004 in jedem Sommer den Wachdienst am Ratzeburger See (Schleswig-Holstein) beim Wasserrettungsdienst. Hier gilt es sowohl den Badebetrieb zu überwachen und zu regeln als auch eine Bootswache für etwaige Notfälle auf dem See zu stellen. So haben unsere Rettungsschwimmer die Möglichkeit das Gelernte anzuwenden und sich praxisnah fortzubilden.

Zudem übernehmen wir auf Anfrage auch gerne die Absicherung von Ausflügen, Freizeiten und Veranstaltungen jeder Art am und im Wasser. Mit unseren Fachdiensten können wir ebenfalls rund um die Uhr Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei zur Hilfe kommen. Die Alarmierung erfolgt über die Integrierte Rettungsleitstelle (ILS) Montabaur oder über die Feuerwehreinsatzzentralen (FEZ) via Telefon, Funkmeldeempfänger oder SMS (GroupAlarm).