Strömungsrettung

Dort, wo normale Rettungsschwimmer, Einsatztaucher und Boote an ihre Grenzen geraten, da kommen dank ihrer Ausbildung und persönlicher Schutzausrüstung (PSA) die Strömungsretter (SR) der DLRG zum Einsatz. Strömungsretter sind hoch qualifizierte und flexibel einsetzbare Wasserretter, die eigens für die Rettung und Bergung aus schnell fließenden Gewässern und schwer zugänglichen Orten, wie Schluchten, Wehre und Walzen, aber auch Hochwassergebieten u.ä. ausgebildet sind. Zudem unterstützen sie andere DLRG-Einheiten durch Seilaufbauten, z.B. Seilfähre, oder Sicherung von Personal, Patient und Material im absturzgefährdeten Bereich oder können Feuerwehren und Rettungsdienst bei der Rettung in unwegsamen Gelände, auch abseits von Gewässern, helfen.

Die anspruchsvolle und körperlich äußerst anstrengende Ausbildung zum Strömungsretter ist der amerikanischen SRT-Ausbildung (Swiftwater Rescue Technician) entlehnt und dreistufig. Im „Lehrgang SR 1“ werden Grundlagen der Wildwasserrettung sowie einfache Seiltechniken und Umgang mit Rettungsmitteln wie dem Raft vermittelt, im „SR 2“ vertieft und erweitert der Retter seine Kenntnisse, vor allem in der Seiltechnik und qualifiziert sich nach vorhergegangener, separater Führungsausbildung gleichzeitig zum Trupp- bzw. Gruppenführer „Strömungsrettung“. Der „SR 3-Lehrgang“ soll darin schulen, später selbst Strömungsretter ausbilden zu können.

Die kleinstmögliche Komponente für den sofortigen schwimmerischen Einsatz ist der Strömungsrettertrupp bestehend aus drei Helfern, einem Springer, einem ersten und einem zweiten Sicherungsmann, der zugleich Truppführer ist. Fügt man mehrere SR-Trupps zusammen, so erhält man eine SR-Gruppe und die Möglichkeit Rettungsmittel wie das Raft zum Einsatz zu bringen oder Seilaufbauten zur Rettung zu realisieren.

Die DLRG Montabaur e.V. kann bei Bedarf drei Strömungsretter in voller PSA stellen und verfügt über Material zur Eigen- und Fremdsicherung im absturzgefährdeten Bereich.