Bootswesen

Motorrettungsboote (MRB) haben einen hohen Stellenwert in der DLRG. So dienen sie nicht nur der Suche, Rettung und Bergung, sondern auch als Arbeitsplattform für beispielsweise Einsatztaucher und dem Transfer von Personal und Material oder dem Sichern bei Veranstaltungen am und im Wasser ab.

Ein MRB ist mindestens mit einem Bootsführer und zwei erfahrenen Gehilfen, genannt Bootsgasten, besetzt.

Die Ausbildung zum Bootsführer (DLRG-Bootsführerschein A) ist anspruchsvoll und umfasst neben der Ausbildung "Sportbootführerschein Binnen" einen umfangreichen DLRG-spezifischen Teil, in dem fundierte Kenntnisse für die Suche, Rettung und Bergung, aber auch Kenntnisse im Bereich Motorenkunde, Knotenkunde, Recht und vielen weiteren Dingen vermittelt werden, und endet mit einer amtlichen Führerscheinprüfung.

Mit dem Abschluss dieser Prüfung erhält der Bootsführer eine Einsatzgenehmigung für die kommenden 4 Jahre, danach ist eine Fortbildung und Überprüfung der Einsatzfähigkeit vorgesehen, mit deren erfolgreichem Absolvieren sich die Einsatzgenehmigung erneut um 4 Jahre verlängert.
 
Der Bootsgast ist meist ein erfahrener Rettungsschwimmer mit der Fachausbildung "Wasserrettungsdienst", der den Bootsführer im Einsatzgeschehen unterstützt.

Die DLRG Montabaur e.V. verfügt über sieben Bootsführer und besitzt ein Inflatable Rescue Boat (IRB) mit einem 25 PS starken, abnehmbaren Außenbordmotor. Hierbei handelt es sich um ein kleines, schnelles und wendiges Schlauchboot, das ideal für die zügige und zeitkritische Rettung ist.

Am Einsatzort angekommen ist unser IRB - abhängig von der Art des Einsatzes und des Gewässers - mit oder ohne Motor innerhalb weniger Minuten einsatzbereit. Das geringe Gewicht ermöglicht auch ein Tragen des Bootes und somit das Erreichen schwer zugänglicher Gewässer.


Der Bootstrupp Montabaur ist darüber hinaus ein fester Bestandteil des DLRG-Wasserrettungszuges Westerwald-Taunus.